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Eigene Meldung August 2016 (jr)

Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Liebe Kunden und Freunde unseres Hauses,

für unseren Betrieb ist es immer eine große Freude, wenn eine unserer Auszubildenden nach drei Jahren ihre Gesellenprüfung besteht. Die Anforderungen an einen jungen Menschen, diesen Beruf zu erlernen und das Wissen praktisch anwenden zu können, sind schon recht außergewöhnlich. Deswegen sind wir in diesem Jahr besonders stolz, dass unsere ehemalige Auszubildende Frau Jedamski am Sonnabend, dem 30.07.2016 ihren Gesellenbrief in Lübeck in unserem Ausbildungszentrum empfangen durfte und wir sie als „Jung“-Gesellin in unserem Team begrüßen dürfen.

Die traditionelle Freisprechung der über 500 neuen Gesellinnen und Gesellen erfolgte am gleichen Tag durch die Präsidentin der Bundesinnung, Frau Marianne Frickel in der Musik-und Kongresshalle zu Lübeck. Wir waren alle dabei und konnten unserer neuen Gesellin herzlich gratulieren.

Team in Lübeck zur Gesellenverabschiedung


Eigene Meldung 16.06.2015(jr)

Das Hörgeräte-Fachinstitut Rombkowsky im Gesundheitsjournal „Visite“

Moderne Hörsysteme tragen heutzutage wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität bei und können nachweislich den Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit verhindern. Dies zeigte eindrucksvoll ein Bericht des Gesundheitsmagazins „Visite“, in dem unter anderem ein begeisteter Kunde von uns zu Wort kam. Für alle, die den Bericht nicht sehen konnten, hier nochmal der Link auf die NDR-Mediathek mit den entsprechenden Kontaktdaten:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Schwerhoerigkeit-steigert-Demenzrisiko,hoeren140.html

 Philip Rombkowsky bei NDR Visite im Interview

 


 

Eigene Meldung 02.03.2015(jr)

Tag des Hörens am Mittwoch, dem 13. Mai 2015

In diesem Jahr findet am Mittwoch, dem 13. Mai, zum fünften Mal wieder der vom Bundesverband der Hörgeräteindustrie organisierte „Tag des Hörens“ statt.

Als einer von wenigen Hörgeräteakustikern in Hamburg machen wir mit.  – Wie gut ist es um Ihr Gehör bestellt?
Nehmen Sie sich für diesen Tag vor, einen kostenlosen Hörtest bei uns machen zu lassen.

Weitere Infos: http://www.ear-fidelity.de/

© 01/2015 Jürgen Rombkowsky


 

 

Eigene Meldung 17.09.2011 (jr)

Woche des Hörens – Mit dem Hörmobil auf dem Jakobikirchhof

Zwei Großereignisse prägten heute das Leben in der Hamburger Innenstadt:  die Eröffnung des Apple-Flagshipstores auf dem Jungfernstieg und das Hörmobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören auf dem Jakobikirchhof. Zum ersten braucht man nichts zu sagen, bereits am Vorabend saßen die ersten Fans auf Campingstühlen vor der Tür, um eines der begehrten T-Shirts zu ergattern.

Viel wichtiger war das Angebot der Fördergemeinschaft, vor Ort einen kostenlosen Hörtest vornehmen lassen zu können, sich über die Auswirkungen des schlechten Hörens beraten zu lassen und den ersten Schritt zu unternehmen, das Gehör zu verbessern.

Bei Gottseidank trockenem, aber windigem Wetter packten Menschen aller Generationen die Gelegenheit beim Schopf, sich über die Leistungsfähigkeit Ihrer Ohren zu informieren. Da war der Jäger, dem vor Jahren aus Versehen ein Schuss auf dem Hochsitz in die falsche Richtung losgegangen war, Herr und Frau Harley-Davidson-Fahrer, denen ihr Hobby sehr am Herzen liegt, die sich aber in letzter Zeit Sorgen um ihr Gehör machen, die Familie bestehend aus Mutter, Vater, Tochter, Schwiegersohn auf einem Bummel durch die Stadt, die die Mutter nun doch endlich davon überzeugen konnten, ihre Ohren einmal testen zu lassen.

Von den ca. 70 getesteten Menschen konnten die fleißigen Mitarbeiter der FGH und die vor Ort beratenden Hörakustiker der Firma Hörgeräte-Fachinstitut Rombkowsky, Hamburg, bei mindestens 50% der getesteten Leute leichte bis mittlere Einschränkungen der Hörfähigkeit feststellen – es waren auch einige richtige Schwerhörige dabei. Bezeichnenderweise nahmen viele Leute an der Hörtestaktion teil, die sich ihrer Hörminderung durchaus bewusst waren, die aber deswegen noch nichts aktiv unternommen hatten.

Wenn wir in der Beratung Lösungswege aufzeigten, stellten wir wiederholt fest, dass es noch große Vorurteile wegen der Größe der Hörgeräte gibt. Die Leute sind erstaunt wie klein und leistungsfähig moderne Hörsysteme sein können. Wenn man Ihnen dann noch zeigt, dass man damit mit Sprachwahl direkt telefonieren kann, brechen sie in wahre Begeisterungsstürme aus. Oh, Wunder der Technik.

Häufig wird auch nach dem Preis für solche Geräte gefragt – Hörgeräte haben das Image, recht teuer zu sein. Man muss klar betonen, dass es auch im Einsteigerbereich schon sehr gute Lösungen gibt.

Die Aktion war dank der sehr freundlichen und professionellen Ansprache der FGH-Leute ein guter Erfolg und wird hoffentlich vielen Menschen den ersten Schritt in eine bessere Hörzukunft weisen.

Die Hörtour auf dem Jakobikirchhof-Hamburg 

©09/2011 Jürgen Rombkowsky


 

Eigene Meldung im März 2011 (jr)

Neustart unserer Internetpräsenz zum 50. Betriebsjubiläum

Liebe Kunden und Freunde unseres Hauses,

seit März 1961 setzt sich die Firma Hörgeräte-Fachinstitut Rombkowsky für die Probleme von Menschen mit Hörminderungen ein - seit 50 Jahren sind wir unter diesem Namen für Sie da und haben uns in Hamburg einen guten Namen in Sachen Hörsystemen und Gehörschutz erworben.

Seit 2002 steht unsere Homepage im World Wide Web im Ranking ziemlich weit oben und informiert Sie über die Leistungen unseres Betriebes. Die Seite war ein wenig in die Jahre gekommen – die Optik und die Inhalte waren erneuerungsbedürftig und deswegen sind wir stolz darauf, Ihnen unseren Neustart im zeitgemäßen Gewand mit bewährten und aktualisierten Inhalten präsentieren zu können.

Viel Spaß beim Durchklicken – und … über Ihre Meinung bei Qype, Facebook & Co. würden wir uns freuen!

Ihr Akustiker-Team der Firma Rombkowsky


 Eigene Meldung 8 / 2008

Hörgeräte-Fachinstitut Rombkowsky holt den Super Truck nach Hamburg

“Faszination  Hören”- Truck  am 3. September 2008 auf dem Jakobikirchhof
(20095 Hamburg, Nähe Mönckebergstraße)
Spannende Informationen, seltene Exponate und eine virtuelle Reise durchs Ohr

Am 03.09.2008 macht Siemens mit seinem „Faszination Hören“ –Truck Station in Hamburg. Auf  nahezu 100 Quadratmetern Fläche bietet der zweigeschossige Truck interessante Informationen rund um das Thema „Hören“. Die Besucher erfahren, wie das menschliche Gehör funktioniert, wie wichtig es für das tägliche Leben ist und wie sie es vor Umwelteinflüssen und übergroßen Lautstärken schützen können. Darüber hinaus wird auch gezeigt, wie man heute mit Hörproblemen umgehen kann.

In dem geräumigen Truck können die Besucher selbst erleben, ab welcher Lautstärke Geräusche zu einer Gefährdung für das Gehör werden. Es besteht die Möglichkeit einen mitgebrachten MP3-Player auf dessen Lautstärkebelastung zu testen und in einem Simulator kann jeder erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man nicht mehr alle Töne hören kann. Eine virtuelle Reise durch das Ohr und Überprüfungen der persönlichen Hörfähigkeit runden das aufwändige Angebot ab.

Im ersten Stock des riesigen Trucks bietet die Hamburger Firma Hörgeräte - Fachinstitut Rombkowsky kostenlose, orientierende Hörtests, Beratung rund um das bessere Hören und  Gehörschutzlösungen an.

Der „ Faszination Hören“ - Truck steht in Hamburg auf dem Jacobikirchhof und ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

 


Eigene Meldung 8 / 2007

Keine Party ohne Knopf im Ohr

„Keine Party ohne Knopf im Ohr“ titelte unlängst die Hamburger Morgenpost und beschäftigte sich mit der Vermeidung von zunehmenden Hörschäden bei jungen Leuten durch laute Schalldruckpegel im Freizeitbereich. Der Artikel stieß auf großes Interesse, denn die Notwendigkeit, das Gehör vor allzu großen Schallspitzen zu schützen, scheint immer mehr in das Bewusstsein junger Leute zu dringen. Wir als Akustiker wissen, wie aufwändig es ist, ein durch Lärm zerstörtes Gehör durch Hörsysteme  einigermaßen wiederherzustellen. Mit der Veröffentlichung verbunden hatten wir die Verlosung eines persönlich angefertigten Gehörschutzes, unseres bewährten Elacin ER 15, an einen Teilnehmer.  Der Gewinn traf genau den Richtigen: Herr Rothstein, selbst tätiger Tontechniker, holte heute seinen Gewinn bei uns ab. Er weiß genau, dass es für seinen Beruf wichtig ist, sich möglichst lange ein sehr gutes Gehör zu erhalten und freute sich sehr über den Preis. Mehr Informationen über unser Angebot finden Sie unter  Gehörschutz.

Ute Rombkowsky überreicht Herrn Rothstein seine Gehörschutzstöpsel
Ute Rombkowsky überreicht Herrn Rothstein seine Gehörschutzstöpsel

 

 

 


Meldung 10 / 2006, 30.10.2006

Hörsysteme für alle – trotz Gesundheitsreform?

(fgh) Die Gesundheitsreform wurde ebenso häufig wie heftig diskutiert, dennoch wissen die meisten nicht genau, welche Änderungen damit konkret verbunden sind. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) macht darauf aufmerksam, dass jetzt ein Referentenentwurf zur Diskussion gestellt wurde, der, wenn er so verwirklicht würde, auch schwerwiegende Veränderungen für die Branche der Hörgeräte-Akustiker brächte.

Die derzeitige Festbetragsregelung garantierte bislang eine wohnortnahe und preisgünstige Versorgung – für alle. Doch nun plant der Gesetzgeber Ausschreibungen im Bereich der Heil- und Hilfsmittelversorgung. Das heißt, dass nach einer Interimsphase von zwei Jahren ab Januar 2009 nur noch jene Betriebe eine Zulassung für die Patientenversorgung haben, die mit den Krankenkassen einen Vertrag abschließen.

Doch was bedeutet eine solche so genannte K.O.-Ausschreibung für die Kunden und was für die Hörgeräte-Akustiker? Menschen mit Hörproblemen hätten dann nicht mehr die Möglichkeit, frei zu wählen, sondern die Krankenkasse würde ihnen einen Leistungserbringer zuweisen. Der Versicherte kann also nicht mehr selbst entscheiden, an wen er sich mit seinen Hörproblemen wendet. Dies scheint um so bedenklicher, wenn man berücksichtigt, dass viele Menschen sowieso schon eine gewisse Hemmschwelle
überwinden, wenn sie vor anderen zugeben müssen, dass sie schlecht hören. Aber auch eine wohnortnahe Versorgung ist nach diesem Modell nicht mehr garantiert. Bei einem Klientel, welches überwiegend aus älteren, mitunter nicht mehr mobilen, Menschen besteht, ein Problem.
Gerade bei der Versorgung mit Hörgeräten steht und fällt der Erfolg mit der Qualität der Dienstleistung. Wenn knallharte Kalkulationen nur noch ein Mindestmaß an Zeit lassen für die oft sehr anspruchsvolle Anpassung von Hörgeräten, leiden nicht nur die Hörgeräte-Akustiker, sondern vor allem auch die Kunden. Wenn sorgfältige und kundenorientierte Arbeit bei K.O.-Ausschreibungen keine Chance hat, wird die Qualität der Anpassung darunter leiden. Im schlimmsten Fall werden schlecht informierte Kunden schlecht sitzende Hörsysteme tragen.

Auch der Anreiz für Innovationen fehlt völlig, wenn nur noch der Preis des Versorgungsangebots relevant ist. Denn Neuentwicklungen verursachen Kosten. Wenn aber niemand mehr bereit ist, dafür zu zahlen, sehen wir heute schon in den Regalen, wie auch die Hörsysteme in Zukunft aussehen. Denn Fortschritte wird es nach dieser Gesetzesnovellierung nicht mehr geben – zum Nachteil der Betroffenen, denen jede Weiterentwicklung von Hilfsmitteln zu Gute kommen würde.

Die Gesundheitshandwerke – getragen von vielen kleinen und mittelständischen Betrieben – sichern derzeit rund 160.000 qualifizierte Arbeitplätze; 18.000 Jugendliche finden hier einen Ausbildungsplatz. Die immer wieder propagierte Mittelstandsförderung wird bei diesem Gesetzesvorschlag völlig außer Acht gelassen. Auf Seiten der Akustiker werden nach einiger Zeit nur noch wenige Großanbieter bleiben, die den Markt beherrschen. Und solche Entwicklungen führen mittel- und langfristig nicht zu mehr, sondern zu weniger Wettbewerb – zu Lasten aller.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören hält die derzeitige Vielfalt der Anbieter für erhaltenswert. Dieser Wettbewerb bietet den Kunden ein Höchstmaß an Auswahl und Qualität. Um die Qualität der Hörgeräteversorgung im Sinne der Kunden sicher zu stellen, setzt sich die Fördergemeinschaft seit zwei Jahren für eine „10-Punkte-Checkliste“ ein. Diese Liste nennt die wesentlichen Aspekte einer hochwertigen Hörgeräte-Versorgung, auf die niemand verzichten sollte. Hörgeräte sind „Hilfsmittel“, aber durch die individuelle Anpassung des Hörgeräte-Akustikers wird gutes Hören daraus.

Die Broschüre „10 Punkte für eine Hörgeräteversorgung mit Qualität“ finden Sie im Internet unter der Adresse www.fgh-gutes-hoeren.de unter „Service“. Sie können sie auch gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten und adressierten Din-A5-Rückumschlags anfordern bei der FGH, Stichwort:10-Punkte-Broschüre, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg.

 


Meldung 1 / 2006, 23.01.2006

Intelligenter durch Hörgeräte
Die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert über eine neue Pilotstudie

 

(fgh) Wer mit Hörgeräten versorgt wird, hört nicht nur besser, er wird auch wieder schlauer. Dies ist das Ergebnis einer Pilotstudie der Universität Erlangen-Nürnberg. Demnach konnte eine deutliche Steigerung der Intelligenz um 3,43 IQ-Punkte festgestellt werden, nachdem Hörsysteme angepasst wurden. Untersucht wurden Personen, die vorher keine Hörgeräte getragen hatten. So konnte man die geistige Leistungsfähigkeit vor und während der Nutzung von Hörgeräten vergleichen.

Bei der Studie des Psychologen und Psychotherapeuten Dr. Siegfried Lehrl, des Hörgeräte-Akustikers Reinhold Funk und des HNO-Arztes Professor Dr. Klaus Seifert wurden 15 Personen untersucht und getestet. Die Untersuchungen fanden unmittelbar vor und etwa zwei Monate nach der Hörgeräteanpassung statt. Eine Kontrollgruppe wurde zum Vergleich ebenso getestet. Bei beiden Gruppen lag der IQ zu Untersuchungsbeginn im Durchschnitt bei etwa 100, dem Durchschnittswert der Bevölkerung. Während das aktuelle geistige Niveau bei der Kontrollgruppe unverändert blieb, nahm es bei den Trägern von Hörsystemen deutlich zu. Es wurde im Schnitt eine Steigerung des Intelligenz-Quotienten (IQ) um 3,43 Punkte festgestellt. Den größten Effekt hatten Personen, die beidohrig versorgt waren und ihre Geräte täglich zwischen viereinhalb und acht Stunden nutzten, mit Steigerungen von rund 10 IQ-Punkten.

Diese Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit kann mehrere Gründe haben: Wer sich nicht mehr so stark auf das Hören und Verstehen konzentrieren muss, hat mehr „Arbeitsspeicher“ frei, kann sich mehr auf Inhalte konzentrieren und erhält vielfältigere Anregungen. „Frühzeitiger Einsatz von Hörhilfen“, so folgert Professor Dr. Klaus Seifert, „ist ein wesentlicher Schutz gegen geistigen Abbau und gegen ein vorzeitiges Altern infolge eines Hörverlustes im Erwachsenenalter.“ Die Fördergemeinschaft Gutes Hören empfiehlt daher, sich möglichst früh für Hörgeräte zu entscheiden.

Quelle: S. Lehrl, R. Funk, K. Seifert: HNO 53, 852-862 (2005): Erste Hörhilfe erhöht die geistige Leistungsfähigkeit – offene kontrollierte Anwendungsbeobachtungsstudie als Pilotstudie

 


Eigene Meldung , 23.10.2005

Neue Wege zur individuelleren Hörgeräte-Anpassung
Digitales Messsystem SAM schafft Basis für verbesserte Anpassungen

 

Hamburg, Oktober 2005 – In Nürnberg ging soeben der 50. Internationale Hörgeräteakustiker-Kongress zu ende. Die bedeutendste Messe der Hörgerätebranche präsentierte die neuesten Entwicklungen zum Thema Hören und Hörgeräte. Ihre Hörgeräteakustiker –Meister Ute und Jürgen Rombkowsky waren für Sie vor Ort, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Das Thema der von uns schon seit 2 Jahren bevorzugten offenen Anpassung mit Mikroschläuchen beherrschte die Industrieausstellung. Neben vielen anderen fielen weitere Highlights besonders auf: Siemens mit den neuen Hörgerätefamilien Artis und Cielo, Phonak mit dem microSavia und dem eXtra, Hansaton mit dem Leonardo Open, Leonardo Natural und dem Free Soundmanager, Starkey mit dem DaVinci und dem Telefon-Bluetooth-Adapter ELI, Entific stellte endlich das lang erwartete BAHA Divino vor, Oticon mit dem Syncro2, dem TegoPro und dem Sumo DM.


Digitales Messsystem SAM schafft Basis für verbesserte Anpassungen

Unter ihnen eine kleine Weltneuheit, Oticon SAM, ein winziges, digitales Messsystem, dass die Basis für eine verbesserte Hörgeräte-Anpassung schafft.


Die individuelle akustische Umgebung im Focus

Gutes Hören hängt nicht nur vom Gehör ab sondern auch von der Umgebung in der man sich täglich befindet. Seit Jahren beobachten Hörgeräte-Akustiker, dass Hörgeräteträger trotz eines ähnlichen Hörvermögens und gleichen Hörgeräten mit ihrer Hörverbesserung sehr unterschiedlich zufrieden sind. Dies liegt oft an den unterschiedlichen akustischen Bedingungen, in denen sich die Hörgeräteträger aufhalten. Eine präzise Einstellung der Hörgeräte auf die persönlichen Bedürfnisse und Hörumgebungen ist also wichtig, um eine erfolgreiche Hörgeräteanpassung zu sichern. Bislang konnten Hörgeräte-Akustiker die unterschiedlichen akustischen Bedingungen bei der Anpassung kaum berücksichtigen. Dazu fehlten die notwendigen Informationen und Einblicke in die persönliche Hörumgebung ihrer Kunden.

SAM sichert wichtige Einblicke in die akustische Klangwelt

SAM, das nur 2 cm große digitale patentierte Messsystem, kann jetzt dabei helfen die Basis für eine optimale Hörgeräte-Anpassung zu schaffen. Es wird ein paar Tage wie eine Brosche an der Kleidung getragen und erfasst die akustischen Daten der Klangwelt in der man sich tagsüber befindet. SAM analysiert und registriert genau, ob man sich in ruhiger, lauter oder in Umgebungen aufhält, wo gesprochen wird. Die aufgezeichneten Daten werden vom Hörgeräte-Akustiker am Computer ausgelesen und in einem so genannten Envirogramm dargestellt. Auf Basis dieses Envirogramms lassen sich Hörsysteme der neuesten Generation genau auf die persönlichen akustischen Lebensbedingungen des Kunden einstellen und bieten somit zukünftigen Hörgeräteträgern einen grossen Vorteil.

SAM wird in unserem Fachinstitut in Verbindung mit einer professionellen Hörgeräte-Anpassung mit den intelligenten Syncro Hörsystemen von Oticon eingesetzt

Kongress

Ihre Hörgeräteakustiker-Meister Ute und Jürgen Rombkowsky informieren sich bei Oticon auf dem Akustiker-Kongress in Nürnberg über die Vorzüge von SAM

 

Envirogram

Das Envirogramm gibt einen strukturierten Überblick über die Klangumgebung des Kunden

 


Meldung 4 / 2005 , 03.05.2005

Wir sind ganz Ohr

Moderne Technik unterstützt die Ohren wirkungsvoll

(fgh) Schon im Mutterleib können wir hören. Kein Wunder, dass Neugeborene die Stimme ihrer Mutter von allen anderen Stimmen unterscheiden können, bevor sie in der Lage sind, ihr Gesicht zu erkennen. Tag und Nacht, pausenlos sind die Ohren im Einsatz – ein Leben lang. Dabei leisten sie Unglaubliches.

Wir können extrem leise Geräusche wahrnehmen. Wenn wir ebenso gut sehen könnten, würden wir eine 10-Watt-Birne noch aus 1.000 Kilometern Entfernung erkennen. Wir hören eine Spannbreite von über 10 Oktaven – von 20 Hertz bis 16.000 Hertz. Wenn man den Dynamikbereich des Gehörs auf eine Waage übertragen würde, könnte diese Waage vom Sandkorn bis zum Traktor alles wiegen, ohne umgeschaltet werden zu müssen. Das Gehör ist das empfindlichste und dyna-mischste Sinnesorgan des Menschen.

Was das Gehör täglich für uns leistet:

  • Alarmieren: Telefonklingeln, Türläuten, Knalle, Rufe, Donner oder Hupen können uns auf Gefahren aufmerksam machen.
  • Orientieren: Bei geschlossenen Augen hören wir, ob wir uns in einem großen Raum oder in einem kleinen Zimmer befinden. Da wir mit zwei Ohren hören, können wir einschätzen, aus welcher Richtung Geräusche kommen.
  • Verständigung durch Sprache ermöglichen: Dank unseres Gehörs können wir sprechen lernen.
  • Informieren: Über die Ohren nehmen wir viele Informationen auf – Gespräche, Telefon, Radio, Fernsehen.
  • Stimmungen transportieren: Neben den Inhalten, nehmen wir auch die Lautstärke, Sprachmelodie oder Tonhöhen wahr und entschlüsseln damit die Stimmungen und Gefühle der Sprecher, wie z.B. Ironie, Erstaunen, Aggressionen.

 


28.02.2005

Hörtestwochen bei den Hamburger Akustikern

Eine Minderung des Hörvermögens kommt in den besten Familien vor – jeder kann davon betroffen sein und oft merkt man gar nicht, wie eine leichte Kommunikationseinschränkung das Miteinander in der Gruppe erschwert. Es kommt leicht zu Missverständnissen, unnötigem Streit, nur weil der andere die Information mal wieder falsch aufgenommen hat.

Das muss nicht sein!

Deshalb bieten Ihnen die teilnehmenden Betriebe der Hamburger Hörgeräteakustiker * bis zum 30.04.2005 einen kostenlosen und unverbindlichen Hörtest an, zu dem Sie und Ihre ganze Familie herzlich eingeladen sind. Motivieren Sie gerade auch Ihre älteren Familienmitglieder mit Ihnen zusammen, den kurzen und informativen Hörtest zu machen. Achten Sie bitte auf unsere Anzeigen jeweils am Dienstag in der Bild-Zeitung Hamburg – bringen Sie Ihren persönlichen Gutschein gerne mit!

* Die Hamburger Hörgeräteakustiker e.V. sind eine Arbeitsgemeinschaft von in Hamburg niedergelassenen, unabhängigen Akustikern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Bevölkerung über die Bedeutung des schlechten Hörens aufzuklären und entsprechende Lösungsansätze zu geben. In einem unserer 34 Betriebe in Hamburg und direktem Umland finden Sie mit Sicherheit kompetente und freundliche Ansprechpartner für Ihre Hörprobleme.

 

 


Meldung 9 / 2004, 14.10.2004

Nur so können Hörsysteme wirklich helfen
Hörgeräte-Akustiker und HNO-Ärzte: gute Zusammenarbeit bringt Qualität

(fgh) High-Tech-Hörgeräte – auch Hörsysteme genannt – können unentbehrliche Begleiter sein. Sie ermöglichen vielfältige Hörerlebnisse und die Teilnahme an der alltäglichen Kommunikation. Sie steigern, wie in mehreren Studien nachgewiesen, die Lebensqualität ihrer Nutzer. Doch so überaus hilfreich können die kleinen Geräte nur dann sein, wenn bei der Anpassung sämtliche Qualitätskriterien erfüllt werden – vom Hals-Nasen-Ohrenarzt ebenso wie vom Hörgeräte-Akustiker, so Prof. Dr. Karin Schorn, München.

Experten aus HNO-Heilkunde, Audiologie, Hörgeräte-Akustik, Hörgeräte-Industrie und vom Deutschen Schwerhörigenbund trafen sich am 7. und 8. Oktober in Berlin, um über die Qualität der Hörsystem-Versorgung zu sprechen. „Bei der Hörgeräte-Anpassung spricht sowohl der HNO-Arzt als auch der Hörgeräte-Akustiker mit dem Hörgeschädigten über seine Situation und die technischen Möglichkeiten. Das ist gut für den Patienten und es ist zugleich eine Qualitätskontrolle“, wie Professor Dr. med. Dr. h.c. Roland Laszig, HNO-Uniklinik Freiburg, betonte.

Die Aufgaben des HNO-Arztes gehen dabei nach Einschätzung der Experten weit über die Diagnose, Verordnung und Überprüfung der Hörleistung mit Hörsystemen hinaus. Professor Dr. med. Karin Schorn, HNO-Klinik Großhadern/München, sieht ihn als wichtigen Berater: „Der Hals-Nasen-Ohrenarzt muss bestehende Vorurteile gegen Hörgeräte ausräumen. Er muss auch über den Sinn einer beidohrigen Versorgung aufklären. Denn viele Patienten wissen nicht, wie wichtig es ist, dass beide Ohren versorgt werden, wenn – wie fast immer – beide geschädigt sind.“

Auch der Hörgeräte-Akustiker muss vieles leisten. „Er muss dem Kunden die Möglichkeit geben, Geräte verschiedener Herstellerfirmen zu vergleichen, die sich in Qualität und Preisgestaltung unterscheiden“, so Schorn. Doch auch nachdem die richtigen Hörsysteme ausgewählt und auf das individuelle Hördefizit eingestellt wurden, ist die Arbeit des Hörgeräte-Akustikers nicht getan. „Nach dem Probetragen müssen die Geräte nachjustiert und bei Bedarf über Wochen schrittweise nachreguliert werden.

Das gleiche gilt auch für das Ohrpassstück (Otoplastik), das so lange bearbeitet werden muss, bis es seine Aufgabe optimal erfüllt.“ Letztlich, so Hörgeräte-Akustiker-Meister Dr. Bernd Hähle, Cottbus, „dauert die Anpassung fünf bis sieben Jahre – so lange, wie die Hörsysteme halten. Denn in all diesen Jahren stehen Hörgeräte-Akustiker bereit für die Nachsorge, Wartung, den Service und falls notwendig die weitere Nachjustierung.“

Diese Leistungen können in der HNO-Arztpraxis nicht erbracht werden, so die Expertenrunde. Und doch bieten zwölf Prozent der HNO-Ärzte ihren Patienten eine Hörgeräte-Anpassung an. Dr. Harald Seidler, Vorsitzender des Deutschen Schwerhörigenbundes und niedergelassener HNO-Arzt lehnt dies entschieden ab: „Es ist ein ganz klarer berufsrechtlicher Verstoß. Bei der Hörgeräte-Anpassung durch den HNO-Arzt ist der Patient abhängig vom Anfang bis zum Ende. Es kann doch einfach nicht sein, dass man Patienten die Möglichkeit vorenthält, die bestmögliche Hörgeräte-Versorgung zu bekommen. Bei der abschließenden Kontrolle der Geräte überprüft der Arzt zudem seine eigene Leistung, was allen Anforderungen an eine Qualitätskontrolle widerspricht.“ Das Problem beginne schon beim Ohrpassstück, so Seidler, „der HNO-Arzt bietet hierzu keine Bearbeitung an, aber wenn die Otoplastik drückt, benutzt der Patient das Gerät nicht.“

„Beim Alleingang des HNO-Arztes oder des Hörgeräte-Akustikers“, so Schorn, „ist jede Anpassung zum Scheitern verurteilt.“ Die Expertengruppe verständigte sich auf zehn Qualitätskriterien, die bei der Hörgeräte-Versorgung erfüllt werden müssen. Grundlage dafür ist die Beteiligung beider Berufsgruppen.Hörsysteme:


10-Punkte-Katalog zur Qualität der Hörgeräte-Anpassung

Hörgeräte werden als Hörsysteme bezeichnet, um der enormen Leistungsfähigkeit dieser Miniatur-Computer gerecht zu werden. Doch auch die ausgeklügeltste Technik hilft nicht, wenn sie nicht exakt auf das individuelle Hörproblem eines Menschen eingestellt wird. Viele medizinische, handwerkliche und psychologische Fähigkeiten und Fertigkeiten sind erforderlich, damit aus diesen High-Tech-Geräten echte Lebensqualität entsteht. Und auch der Mensch muss bereit sein, sich auf die Technik einzulassen. Die folgenden zehn Punkte sollen Ihnen deutlich machen, worauf es ankommt.

1. Beachten Sie, dass eine qualitativ hochwertige Versorgung mit Hörsystemen immer eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen HNO-Facharzt und Hörgeräte-Akustiker erfordert. Beide Berufe beruhen auf einer mehrjährigen qualifizierten und spezialisierten Fachausbildung.

2. Der HNO-Facharzt diagnostiziert die Art, den Grad und den Ort der Schwerhörigkeit. Er berät über die therapeutischen Möglichkeiten. Wenn Hörsysteme erforderlich sind, stellt der Arzt die Verordnung für die Hörsystem-Versorgung aus. Damit haben Sie das Recht, einen Hörgeräte-Akustiker Ihrer Wahl aufzusuchen.

3. Ihr Hörgeräte-Akustiker erhebt in einem ausführlichen Gespräch die Vorgeschichte der Hörminderung und klärt, welche Hörsituationen für Sie von besonderer Bedeutung sind. Er bestimmt die Kenndaten des Gehörs und ermittelt ein Ton- und Sprachaudiogramm.

4. Ihr Hörgeräte-Akustiker trifft aus dem vielfältigen Marktangebot (z.Z. rund 1700 Hörsysteme im Hilfsmittelkatalog) eine Vorauswahl mehrerer der für Sie in Frage kommenden Hörsysteme. Diese werden auf Ihre audiometrischen Daten eingestellt, damit Sie den Klang und die Leistungsmöglichkeiten der Hörsysteme vergleichen können (vergleichende Anpassung). Die akustischen und kosmetischen Vorzüge von Hinter-dem-Ohr und Im-Ohr-Geräten werden Ihnen ebenso erläutert wie die technologischen Besonderheiten und Möglichkeiten der unterschiedlichen Systeme. Ihr Hörgeräte-Akustiker wird Ihnen in jedem Falle auch eigenanteilsfreie Versorgungen vorstellen und berät Sie über die Kostenübernahmemöglichkeiten durch Ihre Krankenkasse.

5. Der Hörgeräte-Akustiker nimmt einen Abdruck jedes Gehörganges, um die Ohrpassstücke (Otoplastiken) bzw. Schalen für Im-Ohr-Geräte anzufertigen. Mit der perfekten Passform des Ohrpassstückes steht und fällt die Qualität der Schallübertragung und des Tragekomforts.

6. Bei der vergleichenden Anpassung wird das Übertragungsverhalten der verschiedenen Geräte mit modernsten multimedialen Systemen im Ohr getestet. Erst in der Tragesituation ist eine exakte Überprüfung und Einstellung der Hörsysteme möglich, da die individuelle Krümmung, Weite, Länge und Gewebebeschaffenheit des Gehörgangs die Übertragungseigenschaften erheblich beeinflussen. Beim Vergleich spielt vor allem Ihr subjektiver Eindruck eine Rolle.

7. Ihr Hörgeräte-Akustiker wird bei der Anpassung sehr viel Zeit und Sorgfalt aufwänden und die Geräte im Laufe der Eingewöhnungszeit stufenweise an Ihre individuellen Hörgewohnheiten anpassen (gleitende Anpassung).

Das ist besonders bei einer längeren Hörentwöhnung wichtig, um Sie nicht mit den neu gewonnenen Höreindrücken zu überfordern. Oft ist auch ein Hörtraining erforderlich.

8. Ihr Hörgeräte-Akustiker wird Sie eingehend in die Handhabung, Bedienung und Pflege der Hörsysteme einweisen.

9. Lassen Sie nach der Anpassung die Verbesserung Ihres Sprachverständnisses mit den Hörsystemen durch den HNO-Arzt überprüfen.

10. Sie haben für die etwa fünf- bis siebenjährige Tragedauer der Geräte Anspruch auf eine umfassende Nachbetreuung durch Ihren Hörgeräte-Akustiker. Dazu gehören Serviceleistungen wie die Reinigung der Ohrpassstücke, Batterie- und Schallschlauchwechsel, Nachbearbeitung und Erneuerung der Otoplastik, das Nachjustieren der Geräte sowie Beratung in Hörtaktik und Hörtraining. Die meisten Serviceleistungen sind mit dem Preis der Hörsysteme abgegolten. Ihr Hörgeräte-Akustiker steht Ihnen darüber hinaus für viele Fragen rund um das Hören zur Verfügung (Lärmschutz, technisches Zubehör, Informationsmaterial, Tinnitusberatung etc).

Auf keinen dieser Punkte sollten Sie verzichten. Nur wenn alle Bereiche erfüllt werden, ist eine gute Anpassung gewährleistet

 

Expertengruppe:
Kurt Werner Freigang, Bundesverband der Innungskrankenkassen, Dr. Bernd Hähle, Hörgeräte-Akustiker, Gerhard Hillig, Vereinigung der Hörgeräte-Industrie, Rainer Hüls, Fachjournalist für Audiologische Technik, Professor Dr. rer. nat. Jürgen Kießling, Universität Gießen, Fachbereich Audiologie, Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Laszig, Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Freiburg, Stefan Paurat, Vereinigung der Hörgeräte-Industrie, Prof. Dr. med. Ludger Pientka, Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation, Professor Dr. med. Karin Schorn, HNO-Universitätsklinik München, Dr. med. Harald Seidler, Deutscher Schwerhörigenbund e. V., Dr. Hans von Stackelberg, Deutsches Grünes Kreuz e.V.

 



Meldung 1 / 2004, 22.01.2004

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert über das Gesetz zur Modernisierung des Gesundheitswesens (GMG):

Gesundheitsreform: Was ändert sich bei Hörgeräten?

(fgh) Heinz F. (67) hört schlecht. Er geht zum Hörgeräte-Akustiker, um sich beraten zu lassen. „Ich glaube, ich brauche Hörgeräte. Mein Nachbar hat vor einem halben Jahr für seine neuen Geräte noch einen dicken Zuschuss von der Krankenkasse bekommen. Jetzt, wo so viel eingespart werden soll, ist dieses Geld doch bestimmt gestrichen.“ Der Hörakustiker kann ihn beruhigen: „Keine Sorge, an den Festbeträgen hat sich nichts geändert. Die Krankenkassen bezuschussen die Hörgeräte genauso wie im vergangenen Jahr. Das einzige, was durch das Gesetz hinzugekommen ist, ist die Hilfsmittelgebühr. Pro Hörgerät müssen zehn Euro gezahlt werden, die wir mit dem Festbetrag der Krankenkasse verrechnen.“ Herr F. atmet auf: „Da habe ich mich ja ganz umsonst aufgeregt.“

Das Gesetz zur Modernisierung des Gesundheitswesens (GMG) verunsichert viele Patienten. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören betont deshalb, dass Hörgeräte weiterhin von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden. Wie bisher übernehmen die Kassen bei verordneten Hörgeräten einen bestimmten Betrag. Dieser Festbetrag ist in allen Bundesländern unterschiedlich und liegt derzeit je nach Gerätetyp und Land zwischen 350 und 500 Euro pro Hörgerät. Im Verlauf des Jahres soll bundesweit ein einheitlicher Festbetrag gelten. Für hochwertigere Geräte, deren Kosten über dem Festbetrag liegen, müssen die Patienten nach wie vor einen Eigenanteil übernehmen.

Verändert hat sich nur eines: Seit dem 1. Januar müssen für jedes neue Hörgerät zehn Euro als Gebühr gezahlt werden. Hörakustiker sind gesetzlich dazu verpflichtet, diese Hilfsmittelgebühr einzuziehen und mit dem Festbetrag der Krankenkasse zu verrechnen. Auch die Ohrpassstücke sind in dieser Gebühr enthalten. Nur wenn ein Passstück nachgeliefert werden muss, wird hierfür eine Gebühr von fünf Euro fällig. Kinder und Jugendliche (bis zu 18 Jahren) sind von der Hilfsmittelgebühr befreit. Auch bei Reparaturen oder Schlaucherneuerungen und wenn eine Bescheinigung über die Befreiung von gesetzlichen Zuzahlungen vorliegt, muss die Gebühr nicht gezahlt werden.

 


Meldung 13 / 2003, 17.12.2003

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert zum Jahreswechsel:

Knalltrauma durch Silvesterböller: Gehörschutz bewahrt die Ohren vor Schaden

(fgh) Wenn das Telefon klingelt, geht fast immer Tims Mutter dran. Nicht weil sie schneller ist oder einen Anruf erwartet, sondern weil Tim das Klingeln meist nicht hört. Tim ist siebzehn: Bis vor einem Jahr hatte er ein exzellentes Gehör. Dann kam der Silvester-Abend. Es war eine tolle Fete. Bis kurz vor Mitternacht, als ein Knaller direkt hinter ihm explodierte. Da war schlagartig Schluss mit lustig. Tim hörte nur noch dumpf, wie durch Watte, und zusätzlich schrillte ein Pfeifton durch seine Ohren. Für den Rest des Feuerwerks hielt er sich die Ohren zu. Doch es war zu spät: Tim hatte ein Knalltrauma. Sein Gehör ist geschädigt – für immer. Da es auch in diesem Jahr an Silvester laut werden kann, empfiehlt die Fördergemeinschaft Gutes Hören Gehörschutz zu nutzen.

Tim ist kein Einzelfall. 45 Prozent der 18jährigen Schüler – also fast jeder zweite – gibt an, schon mal ein Knalltrauma erlitten zu haben. Dies ergab eine Befragung der Arbeitsgruppe Hörforschung der Universität Gießen unter der Leitung von Prof. Dr. Gerald Fleischer. Betroffen sind vor allem Jungs und Männer: auf ihr Konto gehen 85 Prozent aller Silvester-Lärmschäden. Nicht jeder Knall führt zu einem Hörschaden, aber er kann. Bestimmte Frequenzbereiche können so für den Rest des Lebens verloren gehen. Knalle, Explosionen und Schüsse enthalten sehr hohe Frequenzen, die für die Ohren besonders gefährlich sind. Und gerade die hohen Töne sind es dann, die den geschädigten Ohren fortan entgehen: Klingeltöne, Vogelzwitschern, hohe Stimmen.

Dass Dauerlärm den Ohren schadet, ist bekannt. Die Gefahr kurzer, lauter Knalle hingegen wird oft unterschätzt. Das liegt vor allem daran, dass wir Knalle oft gar nicht so laut empfinden, wie sie sind. Denn das Gehör braucht etwas Zeit, um eine Lautstärke einschätzen zu können. Es braucht eine Zehntel-Sekunde. Das ist nicht viel, doch viele Knalle sind noch kürzer. Da haben die Ohren keine Chance, die tatsächliche Lautstärke zu erfassen. Unabhängig von der Wahrnehmung können diese Knalle die Innenohren schädigen. Ein einziger sehr lauter Knall (mehr als 150 Dezibel) kann genügen. Zwar kann sich der entstandene Hörschaden innerhalb der ersten Wochen wieder etwas zurückbilden. Er kann aber auch für das ganze Leben andauern. Außerdem entstehen meist Ohrgeräusche (Tinnitus), die chronisch werden können. In jedem Fall sollte man daher nach einem solchen "Lärmunfall" zum Hals-Nasen-Ohrenarzt gehen. Und man sollte den Ohren einige Tage Ruhe gönnen.

Am besten ist es natürlich, solche Knalle zu meiden. Leider kann man an Silvester meist nicht beeinflussen, wohin die anderen ihre Knaller werfen. Und der Rückzug ins stille Kämmerlein ist auch nicht jedermanns Sache. Man kann sich die Ohren zuhalten. Manche stopfen sich Watte in den Gehörgang. Viel wirkungsvoller als dieses Hausmittelchen jedoch ist professioneller Gehörschutz vom Hörakustiker. Einfache Gehörschutzstöpsel kosten weniger als ein Eis und bewahren wirksam vor Schäden. Es gibt für jedes Lärm-Problem den geeigneten Schutz. Den sollte man nutzen, um auch im neuen Jahr ganz Ohr zu sein.

Ausführliche Informationen zum Thema Lärm und Gehörschutz bietet auch die Broschüre „Hörvergnügen mit Sicherheit“. Gegen Einsendung eines mit 1,10 Euro frankierten und adressierten Rückumschlages kann diese Broschüre bestellt werden bei der Fördergemeinschaft Gutes Hören, Stichwort Gehörschutzbroschüre, Untere Kanalstr. 1a, 90530 Wendelstein.

 


Meldung 12 / 2003

Hörprobleme und Ohrgeräusche

(fgh) Ohrgeräusche, auch Tinnitus genannt, können das Leben sehr beeinträchtigen. Jeder Vierte hat sie schon einmal wahrgenommen, oft nur vorübergehend. Doch rund acht Millionen Menschen in Deutschland hören ständig Ohrgeräusche, was manche kaum, einige aber sehr stark belastet. Die meisten davon, etwa 80 Prozent, haben gleichzeitig auch eine Hörminderung. Hier bieten sich - neben der allgemeinen Therapie gegen Tinnitus durch den HNO-Arzt - wirksame technische Lösungen an: Wer Hörgeräte trägt, kann damit nicht nur seine Hörprobleme lösen, sondern auch etwas gegen das störende Geräusch unternehmen.

Hörgeräte können heute ganz individuell programmiert werden. Sie werden so eingestellt und angepasst, dass sie die bestehende Hörminderung optimal ausgleichen. Darüber hinaus sind Hörakustiker in der Lage, die Geräte so zu programmieren, dass beispielsweise Umweltgeräusche verstärkt werden. Dadurch können Ohrgeräusche teilweise oder völlig verdeckt werden. Wenn der Tinnitus eher einem hohen Pfeifen entspricht, kann man beim Hörgerät die hohen Frequenzen verstärken, um die Ohrgeräusche zu verdecken. Das kann auch dem Sprachverstehen zugute kommen. Die Verwendung von Hörgeräten verhilft vielen Betroffenen dazu, den Tinnitus zu überhören.

Wenn die Ohrgeräusche auf diese Weise nicht ausreichend verdeckt – man sagt auch maskiert – werden können, kann man das Hörgerät mit einem Masker kombinieren. Tinnitus-Masker oder Rausch-Generatoren überlagern das störende Geräusch mit einem anderen, das als angenehm empfunden wird. Durch den Masker werden die Ohrgeräusche nicht nur verdeckt, sondern in ihrer Entstehung gehemmt. Werden Hörgerät und Masker kombiniert, spricht man von einem Tinnitus-Instrument. Tinnitus-Masker können übrigens auch unabhängig von Hörgeräten verwendet werden. Sie sind also auch für Menschen geeignet, die keine Hörminderung haben. Man kann Masker – wie Hörgeräte – als Hinter-dem-Ohr- oder Im-Ohr-Gerät bekommen. Diese technischen Hilfen können eine große Entlastung sein. Die Behandlung des Tinnitus sollte sich allerdings nicht darauf beschränken.

Eine Krankheit ist Tinnitus nicht. Er ist – ähnlich wie der Schmerz – ein Symptom, ein Warnsignal. Daher sollte man versuchen herauszufinden, warum der Tinnitus entstanden ist. Mögliche Ursachen sind Hörminderungen, Lärm, Hörsturz, Drehschwindel, Probleme an den Zähnen, Kiefern oder der Halswirbelsäule. Organische Ursachen sollte man abklären und wenn möglich behandeln. Doch oft lässt sich kein organisches Problem finden. Jeder zweite Tinnitus-Betroffene geht davon aus, dass Lärm oder Stress der Auslöser für seine Ohrgeräusche sind. Vor Lärm sollte man seine Ohren ohnehin schützen. Wer hohe Lautstärken nicht vermeiden kann – beruflich oder privat, sollte in jedem Fall Gehörschutz, z.B. Ohrstöpsel, nutzen. Wer seinen Tinnitus als Stress-Warnsignal wertet, wird sicherlich versuchen, mehr Ruhe in sein Leben zu bringen.

Wenn die Ohrgeräusche trotz Ursachenforschung nicht zum Schweigen zu bringen sind, sollte man lernen, sie zu überhören. Am besten gelingt das, wenn man dem Tinnitus keine Aufmerksamkeit schenkt und sich stattdessen wichtigeren und schöneren Dingen zuwendet. Viele Menschen schaffen das. Hierbei kann der Hals-Nasen-Ohrenarzt, aber auch eine positive Lebenseinstellung, Entspannungsübungen, eine Selbsthilfegruppe oder eine Therapie sehr hilfreich sein. Die Deutsche Tinnitus-Liga nennt die Retrainingtherapie, bei der HNO-Ärzte, Psychologen und Hörakustiker eng zusammen arbeiten, um den Betroffenen zu unterstützen.

Wer weitere Fragen zu Hörproblemen und Ohrgeräuschen hat, kann sich an das Beratungstelefon der Fördergemeinschaft Gutes Hören wenden. Jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr stehen Hörakustiker (0800 – 0112 112) und HNO-Ärzte (0800 – 0112 113) für die individuelle Beratung am Telefon bereit. Am 3. Dezember sind Hörprobleme und Tinnitus das Schwerpunktthema. Die Anrufe sind gebührenfrei!

 


Meldung 11 / 2003

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert anlässlich des 48. Internationalen Hörgeräte-Akustiker-Kongresses:

Moderne Technik unterstützt die Ohren wirkungsvoll

(fgh) Wer schlecht hört, kann heute mit hervorragender Technik unterstützt werden. Denn nie waren Hörgeräte so weit entwickelt und ausgereift wie heute. Aus gutem Grund ist man dazu übergegangen, diese leistungsfähigen Hörcomputer „Hörsysteme“ zu nennen. Moderne Hörsysteme ermöglichen Hörerlebnisse, von denen man noch vor zehn Jahren kaum zu träumen wagte. Mit den volldigitalen Geräten ist seit einigen Jahren eine ganz neue Generation auf dem Markt, die ständig optimiert wird. Unter dem Motto „Das intelligente Hörsystem – Symbiose aus Audiologie und Technik“ wurde der aktuelle Stand der Technik beim diesjährigen Internationalen Hörgeräte-Akustiker-Kongress vom 15. bis 17. Oktober in Nürnberg präsentiert.

Egal ob Hinter-dem-Ohr- oder Im-Ohr-Geräte: die moderne Technik ist auf kleinen Chips untergebracht, die in jede Geräte-Größe passen. Man hat die Wahl zwischen Hörsystemen, die nahezu unsichtbar im Gehörgang oder in der Ohrmuschel liegen, zwischen knallbunten, hautfarbenen oder Schmuck-Geräten, die hinter dem Ohr getragen werden, passend zum individuellen Kleidungsstil. Es gibt Geräte mit und ohne Fernbedienung, die Bandbreite ist groß. Mehr als ein Dutzend namhafte Hersteller bieten in Deutschland unterschiedlichste Hörsysteme an. Angepasst werden sie von Hörakustikern, die sich in jahrelanger Ausbildung auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet haben.

Angesichts der rasanten technischen Entwicklungen ist ständige Weiterbildung auch für Hörakustiker unerlässlich. Nur so können neue, verbesserte Anpass-Programme und Hörsysteme die Menschen vor Ort erreichen. Das Handwerk der Hörgeräte-Akustiker gewährleistet die optimale Programmierung und Einstellung der modernen Hörgeräte auf jedes individuelle Hörproblem. Den Nutzen – den optimalen Hörgewinn – haben die betroffenen Menschen. Die ZDF-Moderatorin Dr. Sabine Helmbold, Schirmherrin des Kongresses, sprach in ihrem Grußwort von einer „Kunst für sich, das Hören für die Betroffenen wieder zum authentischen Erlebnis zu machen. Technische Perfektion und handwerkliches Geschick sind dabei sicher ebenso entscheidend wie die menschliche Kompetenz.“

Der Kongress bot Wissenschaftlern aus aller Welt Gelegenheit, den neuesten Forschungsstand zu präsentieren. Stimmen aus Hintergrundgeräuschen besser herauszufiltern, ist ein Problem, an dem die Forschung seit Jahren arbeitet. Intelligente Hörsysteme können das inzwischen. Sie verstärken nicht einfach alles, was ans Ohr dringt. Sie können unterscheiden zwischen menschlichen Stimmen und anderen Geräuschen. Hier werden unter anderem auch mit Richtmikrofonen beeindruckende Ergebnisse erzielt. Auch am guten Tragegefühl wird gearbeitet. So gibt es zunehmend mehr Ohrpass-Stücke, die den Gehörgang nicht mehr ganz verschließen, was für die Träger sehr angenehm ist. Die örtlichen Hörakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören informieren gerne über die neuesten Möglichkeiten.


Meldung 4 / 2003

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert anlässlich des Tages gegen Lärm am 30. April 2003:

Lärm stört und schadet
Kostenloses Beratungstelefon und Internetquiz am Tag gegen Lärm

(fgh) Lärm stört, nervt und schadet. Er gefährdet die Ohren und beeinträchtigt die Lebens-qualität. Viele Menschen leiden unter der alltäglichen Lärmbelastung. Wer wissen möchte, wie sich Krach auf das Gehör auswirkt und wie man sich vor Schäden schützen kann, sollte sich an die Experten des Beratungstelefons wenden. Diesen kostenlosen Service bietet die Fördergemeinschaft Gutes Hören am 30. April 2003, dem Tag gegen Lärm. Vor allem junge Leute und Musikliebhaber können sich auch im Internet schlau machen. Unter www.hoerquiz.de findet sich viel Wissenswertes über das Hören, Gehörschäden und Gehörschutz.

Am 30. April 2003 wird in Deutschland zum 6. Mal der Tag gegen Lärm begangen. Wer unter Lärm leidet und seine Ohren schützen möchte oder Beratung sucht, weil das Gehör bereits geschädigt wurde, kann sich an das Beratungstelefon der Fördergemeinschaft Gutes Hören wenden. Am Tag gegen Lärm stehen von 14 bis 16 Uhr Experten für die individuelle Beratung bereit: Hörakustiker (0800 - 0112 112) und HNO-Ärzte (0800 - 0112 113). Die Anrufe sind gebührenfrei. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) bietet das Beratungstelefon seit drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte und dem Deutschen Grünen Kreuz an. Jeden Mittwoch zwischen 14 und 16 Uhr stehen Hör-Experten am Telefon bereit. Am Tag gegen Lärm soll es vor allem um Lärm und Gehör-schutz gehen.

Bei Lärm denkt man zunächst nicht an Musik. Musik ist ein Genuss, ein Stück Lebensqualität. Doch wenn unsere Ohren stundenlang mit voller Dröhnung beschallt werden, kann auch Musik schaden. Auf die Dosis kommt es an. Das sollten Musikfans und Musiker wissen.
Der Band Fool´s Garden („Lemon Tree“) sind diese Zusammenhänge bewusst. Nicht von ungefähr haben die Musiker die Patenschaft der diesjährigen Aktion zum Tag gegen Lärm übernommen. Volker Hinkel, Bassist von Fool´s Garden, hat schlechte Erfahrungen gemacht: „Laute Musik fand ich einfach toll. Wenn ich früher schon gewusst hätte, was da mit den Ohren passiert, wäre ich vorsichtiger gewesen. Deswegen setzen wir uns jetzt auch für die Aufklärungsarbeit ein." Ihm hat die laute Dauerbeschallung mit Musik Tinnitus (Ohrge-räusche) beschert.

Ein Erlebnistag mit der Band Fool´s Garden ist der Hauptgewinn des FGH-Hörquiz im Internet. Weitere Preise sind: Discmen mit Schallpegelbegrenzung, Handys, Filter-Gehörschutz und DVD-Player. Bei diesem Gewinnspiel kann man sein Wissen über das Hören und über die Band Fool’s Garden unter Beweis stellen. Damit nicht nur Hörexperten am Quiz teilneh-men können, sind alle wichtigen Informationen in den Texten der Website www.hoerquiz.de zu finden. Hier erfährt man, wo für das Ohr der Spaß aufhört und die Schmerzgrenze anfängt. Die Seite enthält Infos über das Gehör, über Hörstörungen und deren Ursachen und natürlich über Gehörschutz. Außerdem geht es um die Band Fool´s Garden. Das Hörquiz läuft vom 30.4. bis zum 31.5.2003.

Ausführliche Informationen zum Thema Lärm und Gehörschutz bieten auch die Broschüre „Hörvergnügen mit Sicherheit“ sowie das Faltblatt „Gehörschutz“, die gegen Einsendung eines mit 1 Euro frankierten und adressierten Rückumschlages bestellt werden können bei der Fördergemeinschaft Gutes Hören, Stichwort Gehörschutz, Untere Kanalstr. 1a, 90530 Wendelstein.


Meldung 9/2002

Die Fördergemeinschaft informiert vom 47. Internationalen Hörgeräte-Akustiker-Kongress

„Hörgeräte sind das Gebot der Stunde“
Vortrag von Astronaut Ulf Merbold und Publizistik-Preisverleihung

(fgh) „Aufbruch zu neuem Hörbewusstsein“ unter diesem Motto stand der 47. Internationale Hörgeräte-Akustiker-Kongress, der vom 10. bis 12. Oktober in Leipzig stattfand. „Hörbewusstsein muss vor allem auch ein Bewusstsein dafür sein, dass Hören den Ohren auch schaden kann.“ Dies betonte der Raumfahrer und Referent des Kongresses Dr. Ulf Merbold. „Man muss den jungen Leuten klar machen, dass sie sich keinen hohen Schallpegeln aussetzen sollten.“

Laute Musik und laute Knalle können bekanntlich zu bleibenden Hör-schäden führen. Der Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH), Werner Köttgen, unterstrich diese Forderung nach Auf-klärung über diese Gefahren. Die FGH trete daher seit über zwei Jah-ren mit ihrem Unterrichtskonzept „Take care of your ears“ dafür ein. „Ohne erhobenen Zeigefinger“, wie Köttgen betonte. „Wir sagen: Hört eure Lieblingsmusik, aber macht auch Pausen und geht vorsichtig mit eurem Gehör um.“ Die Schulkampagne, deren Schirmherr Peter Maffay ist, läuft bundesweit an rund 3.000 Schulen.

Über sich selbst sagte Merbold: „Als Astronaut wird mein Gehör seit über 20 Jahren jährlich ausführlich getestet. Ich höre gut. Aber in den letzten Jahren sind die Werte bei den hohen Frequenzen in meinem Audiogramm langsam etwas schlechter geworden. In einigen Jahren sind dann vielleicht einmal Hörgeräte das Gebot der Stunde.“ Merbold sprach bei der Eröffnung des Internationalen Hörgeräte-Akustiker-Kongresses über das Gleichgewichtsorgan unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit und über das Hören selbst.

Während der feierlichen Kongresseröffnung fand die Verleihung des Publizistik-Preises statt. Diesen Preis vergibt die Fördergemeinschaft Gutes Hören gemeinsam mit dem Forum Besser Hören, das von der Hörgeräte-Industrie unterstützt wird. Prämiert werden Artikel und Beiträge, denen es besonders gut gelingt, das Hören zum Thema zu machen. In der Jury, die die besten Beiträge auswählt, sitzen Vertreter der HNO-Ärzte, der Hörakustiker, der Hörgeräte-Industrie, des Schwerhörigenbundes und der Fachpresse.

Mit dem ersten Preis wurde der Kölner Züli Aladag ausgezeichnet für den Kurzfilm „Hör dein Leben“, der bei Arte ausgestrahlt wurde. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Anstelle des terminlich verhinderten Filmemachers nahm die Hauptdarstellerin des Films, die Schauspie-lerin Ilse Strambowksi, den Preis entgegen. Katrin Imke erhielt 3.000 Euro für den zweiten Preis. Ihr Hörfunk-Beitrag „Sieh mich an, wenn du mit mir sprichst“ lief beim Sender Freies Berlin. Den mit 2.000 Euro dotierten dritten Preis nahm Monika Felsing von den Bremer Nachrichten für ihre Artikelserie „Ohrzeit“ entgegen. Sonderpreise der Jury gingen an Anne Grote für den Beitrag „Keine falschen Eitelkeiten“ im Bremer Anzeiger und Claudia von See für den Artikel „Der fünfte Sinn für die Sinnlichkeit“, der in der Stuttgarter Zeitung erschien.

Quelle: Fördergemeinschaft Gutes Hören


30.08.2002

Erlebnis Hören bei der Hörtour 2002 in Hamburg

Hörtests: Fast jeder zweite getestete Hamburger hatte Hörprobleme

(fgh) Andächtig lauschen, konzentriert hinhören, interessiert zuhören: Dies und vieles mehr passierte am Donnerstag und Freitag von 10 bis 17 Uhr auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz. Die Hörtour 2002 der Fördergemeinschaft Gutes Hören machte mit Hörtests, Hörquiz und vielen anderen Stationen in Hamburg das Hören zum Erlebnis. Viele kamen ganz gezielt zum Mobil und nutzten die Gelegenheit für einen Hörtest. Ein 72-Jähriger: "Meine Ohren habe ich schon lange nicht mehr überprüfen lassen. Muss ich mich hier in der Schlange anstellen?" Insgesamt ließen 275 Passanten ihr Gehör in den Kabinen des Hören-Mobils testen. Bei 43 Prozent aller Getesteten wurde eine Hörminderung festgestellt. In der Altersgruppe ab 61 Jahren wurde bei 88 Prozent eine Hörminderung erkannt, darunter bei 49 Prozent eine leichte, bei 31 Prozent eine mittlere und bei 8 Prozent eine erhebliche.

In Deutschland leben rund 14 Millionen Menschen mit Hörminderung. Betroffen sind Menschen jeden Alters. Dennoch neigen Jung und Alt dazu, den Wert des guten Hörens zu unterschätzen. Grund genug für die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) eine mobile Informations- und Aktionskampagne zum Thema Hören zu starten. Die FGH ist ein bundesweiter Zusammenschluss engagierter Hörakustiker, die auf die Bedeutung des Hörsinns aufmerksam machen. An der Hörtour beteiligt sind auch der Deutsche Berufsverband der HNO-Ärzte, das Forum Besser Hören und das Deutsche Grüne Kreuz e.V. Das Hören-Mobil tourt seit dem 7. August und bis zum 27. September durch insgesamt 30 deutsche Städte.

Wer wissen wollte, mit welcher Lautstärke die Musik aus den Kopfhörern seines tragbaren Kassetten- oder CD-Players kommt, konnte dies bei der Hörtour messen lassen. Viele staunten nicht schlecht über die bedenklichen Lautstärken. Auch den Schüler und Schülerinnen der Schule für Gesundheitspflege, die spontan vorbeigekommen waren, ging es da nicht anders. Ein 22-Jähriger Mann wurde nachdenklich: "Techno-Musik höre ich immer sehr laut. Vielleicht sollte ich in Zukunft doch Ohrstöpsel in der Disco benutzen, damit ich nicht mit 30 Jahren schon schwerhörig bin." An einer anderen Mess-Station konnte man Musik in einer als angenehm empfundenen Lautstärke einschalten. Dort war dann zu sehen, wie lange man diese Musik hören kann, ohne den Ohren zu schaden.

Als Experten für alle technischen Fragen rund ums Hören waren Hörakustiker-Meister der örtlichen Fachgeschäfte Hörgeräte Dornis, Hörgeräte Susanne Koch, Hörgeräte-Fachinstitut Jürgen Rombkowsky und Rix-Hörgeräte am und im Hören-Mobil. Für die zahlreichen Besucher gab es eine Fülle an Informationen über Hörsysteme und Gehörschutz. Wer die Hörtour verpasst hat, muss auf den kostenlosen Hörtest und die unverbindliche Beratung dennoch nicht verzichten. Die Hörakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören stehen jederzeit zur Verfügung.


03.08.2002

Erlebnis Hören - die FGH-HÖRTOUR (August/September) 2002

Wie gut ist das eigene Hörvermögen? Ab welcher Lautstärke führen Geräusche zu bleibenden Hörschäden? Wie laut ist die Musik, die aus den Kopfhörern des eigenen Walk- oder Discman kommt? Wie hört es sich an, wenn die Ohren nicht mehr optimal funktionieren? Wen all das interessiert, der sollte das Hören-Mobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) besuchen!

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) tourt vom 7. August bis 27. September 2002 durch 30 deutsche Städte und bietet allen örtlichen Aktionspartnern und Interessierten jeweils einen Tag lang Informationen und Aktionen rund ums Hören.

Am Donnerstag, dem 22.August, und Freitag, dem 23.August, steht das Hörmobil in der Zeit von 10 - 17 Uhr auch in Hamburg auf dem Gerhard-Hauptmann-Platz in der Mönckebergstraße. Sie haben Gelegenheit neben anderen Fachleuten auch die Hörgeräte-Akustiker-Meisterin Frau Ute Rombkowsky oder den Hörgeräte-Akustiker-Meister Herrn Jürgen Rombkowsky zu allen Themen rund um`s Hören zu befragen.

Die Route der HÖRTOUR 2002 mit den geplanten Veranstaltungsorten und -tagen ist abzufordern bei der: Fördergemeinschaft Gutes Hören (Geschäftsstelle), Untere Kanalstraße 1a, 90530 Wendelstein, Tel. 0 91 29/ 55 57, www.fgh-gutes-hoeren.de.

 


Meldung 07 / 2002 vom 31.07.2002

Mit Musik geht alles leichter?

Hintergrundgeräusche stören die Konzentration in der Schule und Zuhause

(fgh) Für körperliche Beschäftigungen wie Putzen oder Kartoffelschälen trifft es sicherlich zu, dass diese Arbeit leichter von der Hand geht, wenn im Hintergrund Musik läuft. Sobald die grauen Zellen jedoch richtig gefordert sind, ist das Gegenteil der Fall: Hintergrundgeräusche wie Sprache oder Musik stören die Konzentration und das Lernen. Wissenschaftler der Uni Oldenburg widerlegen damit einschlägige Behauptungen vieler Schüler-Generationen, wie beispielsweise: "Musik bei den Hausaufgaben stört mich gar nicht - im Gegenteil." Oder auch: "Es macht mir überhaupt nichts aus, wenn der Fernseher im Hintergrund läuft."

Menschliche Stimmen im Hintergrund - egal ob sprechend oder singend - oder kurze, voneinander abgesetzte Töne stören die Gedächtnisleistung. Lese- und Rechtschreibübungen der Grundschüler werden davon ebenso beeinträchtigt wie das Kopfrechnen, das Verstehen schwieriger Texte oder das Lernen von Vokabeln. Kurz: Bei den Hausaufgaben muss es ruhig sein. Die Arbeitsgruppe des Lärmforschers und Psychoakustikers Prof. Dr. August Schick stellte zudem fest, dass man sich an den Hintergrundschall nicht gewöhnen kann. Auch erwachsene Versuchspersonen, die mit Hintergrundmusik deutlich schlechtere Leistungen erbrachten als ohne, waren übrigens davon überzeugt, dass die Geräusche kaum oder gar nicht gestört hätten.

Die Akustik von Klassenräumen war das eigentliche Untersuchungsobjekt der Oldenburger Wissenschaftler. So stellte man fest, dass es in Klassenräumen oft zu sehr hallt, wodurch der grundlegende Geräuschpegel zu hoch ist. Sprache kann dann nur unzureichend verstanden werden. In Räumen, die keine Teppiche und Vorhänge haben, keine Filzunterlagen an Tischen und Stühlen, bleiben Geräusche zu lange im Raum. Das Klassenzimmer ist dann erfüllt von alltäglichen Begleitgeräuschen wie Husten, Flüstern, Papierrascheln, Klappern mit Stiften oder Stühlerücken. Um das zu übertönen, müssen Lehrer meist mit erhobener Stimme sprechen, was für alle Beteiligten anstrengend und unangenehm ist. Entspanntes Lehren und Lernen ist da kaum möglich. Die meisten Schüler werden die Lehrerstimme wahrscheinlich noch verstehen können, doch konzentriertes Arbeiten fällt unter diesen Bedingungen schwer, die Leistungen lassen nach. Während Unterrichtsstunden in Grundschulen wurden Pegel zwischen 70 und 77 dB(A) (Dezibel) gemessen. Nur als Vergleich: Für Arbeitsplätze mit vorwiegend geistiger Tätigkeit sieht die Arbeitsstättenverordnung 55 Dezibel als Grenzwert vor.

Wer sehr gut hört, kann die Lehrerstimme aus dem Lärmpegel eines hallenden Klassenzimmers heraushören. Schon geringe Hörminderungen jedoch erschweren dies oder machen es gar unmöglich. In der ersten Reihe kann ein solcher Schüler dem Unterricht meist noch folgen. Doch je größer der räumliche Abstand zwischen Schüler und Lehrer ist, desto größer und fataler werden dann auch die Verständnis-Probleme.

Schulische Glanzleistungen sind nicht zu erwarten, wenn Schüler nicht gut hören und deshalb nicht alles verstehen können, was Lehrer erklären. Eine US-amerikanische Studie zeigte, dass schon ein geringer Hörverlust folgenschwer sein kann: Jeder dritte Schüler, der nicht ganz optimal hören kann, bleibt demnach in der Schule sitzen. Bei allen 1.228 Schülern der Studie wurden das Gehör und die schulischen Leistungen überprüft. Bei vielen Schülern, die bis dahin als normal hörend galten, stellte man einen minimalen Hörverlust fest. Insgesamt hatte jeder zehnte Schüler (11,3 Prozent) Hörprobleme. Wie in den USA, so ist auch hier zu Lande vielen Schülern gar nicht bewusst, dass sie nicht optimal hören. Ein einfacher Hörtest beim Hörakustiker oder Hals-Nasen-Ohren-Facharzt verschafft Klarheit.

 

Hörprobleme bei Kindern

Wer Fragen zum Thema "Hörprobleme bei Kindern" hat, kann sich am 14. August an das Beratungstelefon der Fördergemeinschaft Gutes Hören wenden. Zwischen 14 und 16 Uhr stehen Hals-Nasen-Ohrenärzte (unter der Telefon-Nummer 0800 - 0112 113) und Hörakustiker (unter der Telefon-Nummer 0800 - 0112 112) mit individuellen Ratschlägen und Informationen am Telefon bereit. Kosten entstehen den Anrufern nicht. Auch an jedem anderen Mittwoch steht das Beratungstelefon (dann ohne besonderen Themenschwerpunkt) von 14 bis 16 Uhr bereit. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören bietet diese Gutes-Hören-Hotline in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte und dem Deutschen Grünen Kreuz an.

 


Meldung 06 / 2002 vom 25.06.2002

Nordeuropa: Wer gut hören will, muss warten

Deutschland vorn bei der Hörgeräte-Versorgung

(fgh) In Deutschland ist eine prompte, technisch hochwertige und individuell optimierte Hörgeräte-Versorgung Standard. In etlichen Ländern Europas sieht
es hingegen ganz anders aus.

Wer wieder gut hören möchte, braucht in einigen nordeuropäischen Ländern vor allem eines: Geduld. Etwa ein bis zwei Jahre muss man in Skandinavien und Großbritannien warten, bis der Wunsch nach Hörgeräten erfüllt wird. In diesen Ländern werden Hörhilfen von den staatlichen Gesundheitsbehörden angepasst. Diese Versorgung ist kostenlos. Doch die Institute sind hoffnungslos überlastet. Selbst auf einen Hörtest muss man oft wochenlang warten.
Anders ist die Situation in Deutschland: Wer sich hier zu Lande für Hörgeräte entscheidet, kann sofort versorgt werden. Hörakustiker übernehmen die Anpassung und auch die jahrelange Nachsorge. Wenn der Hals-Nasen-Ohrenarzt Hörsysteme verordnet hat, beteiligt sich die Krankenkasse mit einem Festbetrag an den Kosten. Und einen Hörtest kann man jederzeit - und meist ohne Termin - kostenlos beim Hörakustiker machen lassen.

Allein auf den Hörtest muss man in Großbritannien im Schnitt zwischen acht und 13,5 Wochen warten. Bis zur Versorgung mit Hörgeräten vergehen dann noch mal ein bis zwei Jahre. In Schweden liegen die Wartezeiten für Hörgeräte zwischen sechs und 36 Monaten. Die Ursachen für die immer länger werdenden Wartelisten sieht das schwedische Hörgeschädigten-Magazin "Auris" darin, dass immer mehr Menschen den Arzt immer früher wegen Hörproblemen aufsuchen. Die Menschen hätten erkannt, dass die modernen Hörhilfen sehr hilfreich seien, so das Magazin. Sie ermöglichen den Erhalt des Arbeitsplatzes und ein aktives Leben - auch für ältere Menschen. Schneller geht die Versorgung in Dänemark, wo man aber immerhin noch zwischen sechs und zwölf Monate auf seine Hörgeräte warten muss. In Norwegen liegt die durchschnittliche Wartezeit bei acht Monaten. Sie kann aber durchaus auch zwei Jahre betragen. In Finnland beträgt die Wartezeit zwischen zwei Monaten und zwei Jahren. In all diesen Ländern gibt es auch Privathändler, die Hörhilfen ohne Wartezeiten anpassen. Die Kosten dafür werden jedoch nicht bezuschusst.

"Im Vergleich mit Nordeuropa und den USA stehen wir in Deutschland sehr gut da", so Dr. Karin Uphoff von der Fördergemeinschaft Gutes Hören. "Unsere Hörakustiker sind hervorragend ausgebildet und stehen ihren Kunden ohne jede Wartezeit zur Verfügung. Ein Hörakustiker ist in jeder Stadt zu finden, während beispielsweise die Skandinavier oft lange Fahrten zu ihrem jeweiligen Institut auf sich nehmen müssen. Und immerhin beteiligen sich die Krankenkassen mit einem Festbetrag an den Kosten, der derzeit zwischen 350 und 500 Euro pro Gerät liegt. Noch dazu sind in Deutschland eine jahrelange Nachsorge und viele Serviceleistungen im Hörgerätepreis bereits enthalten."

Eine Liste mit Hörakustikern sowie Infos rund ums Hören gibt es unter www.fgh-gutes-hoeren.de.


Quelle: Presse- und Informationsstelle der Fördergemeinschaft Gutes Hören
Schuhmarkt 4, 35037 Marburg, Tel. 0 64 21 / 29 36 - 0, Fax 0 64 21 / 29 36 -
60, E-Mail fgh@kilian.de